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21.04.2013

Giralgeld - Die Droge der Wirtschaft

Geld aus dem Nichts - Ein Werkzeug des Wirtchaftswachstums


Der Handel bei den Menschen begann schon früh, hatte aber in seiner frühen Phase des Sachwerthandels Probleme mit dem Wechselkurs und der Teilbarkeit der Produkte. Virtuelle Verrechnungseinheiten wie Salz, Gold und später Scheingeld haben den Handel effizienter gestaltet, und man konnte sich auf das Handeln an sich konzentrieren. Das Verrechnungssystem des Handels hat sich somit erst vereinfacht, aber in den letzten Jahrhunderten in seiner Architektur weiter verkompliziert. Eines der Standbeine unseres Geldsystem ist das Giralgeld - das Geld, das von Privatbanken legal aus dem Nichts erfunden wird. Vereinfacht dargestellt hat das Giralgeld folgende Wirkung auf die Wirtschaft: Ein Mensch bringt einen 100 Euro Schein auf die Bank, und legt es dort an. Die Bank erfindet legal aus diesen 100 Euro 1000 weitere Euro, welche sie für Zins an kreative Menschen mit Geschäftsideen verleiht [1]. Der Anfangskredit wird genutzt um eine Infrastruktur aufzubauen, wodurch kurzfristig bestehende Unternehmer mehr Aufträge haben. Durch die Herstellung und den Verkauf des neuen Produkts muss der kreative Unternehmer Menschen einstellen, denen er Gehälter zahlt. Das Produkt wiederum erhöht die Effizenz im Wirtschaftskreislauf, und es werden Ressourcen für neue Geschäftsideen frei. Der Unternehmer erwirtschaftet einen Gewinn und zahlt den Kredit mit insgesamt 10% Zinsen zurück. Die 1000 Euro werden vernichtet, und die zusätzlichen 100€ Zinsen befinden sich fortan fest im Wirtschaftskreislauf.
Obwohl mit dem von der Bank verliehenen und aus dem Nichts erfundenen Geld kein Realwert hinterlegt ist, wurde die Realwirtschaft nachhaltig stimuliert und vergrößert. Das Giralgeld wirkt also wie eine Droge multiplikativ auf die Spareinlagen und bewirkt damit eine reale Beschleunigung des Wirtschaftswachstum. Das Giralgeld erwirkt also in Zusammenarbeit mit der Kombination aus Zins und Inflation einen realen positiven Effekt - wie das auch bei Drogen auch der Fall ist.

Droge - Sucht und Verfall


Nun ist bekannt, dass Drogen auch negative Effekte haben. Diese Effekte machen sich allerdings erst nach einem längeren Konsum bemerkbar, und dieser Prozess ist ein langsamer, der sich bei kontinuierlicher Konfrontation mit dem Prozess außerhalb der Wahrnehmungsschwelle des Menschen befindet. Dies ist vor allem für die Person, die es konsumiert, der Fall. Kleine Rückschritte in der geistigen Leistungsfähigkeit werden nicht bemerkt, selbst wenn der über die Zeit akkumulierte Leistungsverlust im direkten Vergleich deutlich erkennbar ist. Man sieht bekanntlich das Gras nicht wachsen. Wenn man aber mal bewusst den Rasen betrachtet, und ihn mit seiner Situation vor ein paar Tagen vergleicht, ist man in der Regel in der Lage die Fehlentwicklung zu erkennen, und mit einem einschneidenden Handeln zu reagieren: Man mäht den Rasen. Bekanntlich machen Drogen aber durch ihre sehr positive und effiziente Wirkung süchtig. Ein Ausstieg fällt schwer, denn schließlich kann man ja morgen den Rasen auch noch mähen!

Giralgeld - eine gefährliche Droge


In den letzten Jahren wurde viel über unser Geld- und Finanzsystem geredet. Man stellt fest, dass die Geldmengen beschleunigt wachsen. Immer mehr erkennen, dass der exponentielle Wachstumscharakter des Geldes durch das Zinssystem, und dessen multiplikative Beschleunigung durch das Giralgeld, fatale Entwicklungen hervorrufen, lehnen aber eine kritische Auseinandersetzung mit eben diesem System ab, und begründen das mit den realen positiven Effekten auf die Realwirtschaft. Selbst Menschen, die verstanden haben, dass das unbegrenzte und beschleunigte Wachstum des Geldes zum Zusammenbruch führen muss und wird, wehren sie sich dagegen das Giralgeldsystem und den Zins an sich in Frage zu stellen. So argumentiert man oft mit einfachen Fallbeispielen, wo ein Mensch einem anderen Menschen Sachgüter leiht, damit dieser einen Mehrwert erzeugen kann. Später möchte der Verleiher dann die verliehenen Güter zurück zuzüglich eines vorher festgelegten Sachwertes als Bezahlung für das verleihen. Da dieses vermeintlich natürliche Konzept äquivalent für den Zins sei, wird jede Diskussion über das Zinssystem abgelehnt. Man ist schlichtweg süchtig nach den positiven Effekten des aus dem Nichts geschöpften Geldes. [2]

Drogen und Giralgeld


Das Giralgeld wirkt also auf die Wirtschaft ähnlich wie Konsumdrogen auf das Feiern - Man hat kurzfristig positive Effekte, aber langfristig einen großen Schaden. Die Lösung erscheint daher für viele denkbar einfach: Man konsumiert ein wenig von der Droge, um in Fahrt zu kommen. Irgendwann ist man dann auch in der Lage ohne weitere Drogen so hemmungslos zu feiern, wie dies am Anfang mit Drogen möglich war. Man nimmt sich also einfach vor, bevor sich die negativen Effekte zu sehr zeigen, auszusteigen. Leider mindern die Drogen die nun antrainierte Feierbasis weiter, und macht somit süchtig. Ein Ausstieg klappt sehr oft nicht, und endet im Fiasko.
Selbiges ist beim herrschenden Geldsystem der Fall: Man hat durch die Geldschöpfung aus dem Nichts das natürliche Wachstum dermaßen beschleunigt, dass man viel schneller zum Ziel gekommen ist. Obwohl man aber bereits eine sehr gesunde Wirtschaftsleistung erreicht hat, wo es kaum mehr etwas zu investieren gibt, macht man weiter. Das Giralgeld aber erzeugt durch seinen süchtig machenden Charakter einen Druck, weiter ein Wirtschaftswachstum zu erzeugen, obwohl eigentlich gar keins mehr notwendig ist, und in natürlicher nachhaltiger Form auch kaum mehr möglich ist. Das hat zur Folge, dass wir mit einem erzwungenen exponentiellen Wachstum auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen, und begrenzter Zeit zwangsweise in eine Krise stürzen werden, weil der angestiegene Bedarf nach der Droge nicht mehr gesättigt werden kann. Erzwungene Fehlentwicklungen wie z.B. die Vergabe von Immobilienkrediten an nicht solvente Kreditnehmer stürzen das Gesamtsystem durch seine Verzahnung unweigerlich in die Krise. [3][4]

Der Arzt, der aus dem Gift eine Medizin machte


Das Kernproblem der Sucht und der überzogenen Menge an Drogen liegt daran, dass der Profiteur der Drogen auch derjenige ist, der die Dosis und Dauer der Behandlung überwacht und bestimmt. Wenn man aber eben diese Entscheidungsgewalt von dem Profiteur trennt, dann kann man aus einem Gift eine Medizin machen. Das Giralgeld dabei ist als Gift zu werten, da es eigentlich den realen Wert, der hinter dem Geld steckt, abwertet. Mit der richtigen Dosis aber kann es gelingen, dass man mit einer Stimulierung der Wirtschaft mehr reale Güter schafft, und somit die Abwertung des Geldes mehr als ausgleicht. Diese Systematik schafft man am Anfang ohne ärztliche Überwachung, da die positiven Effekte dermaßen groß sind, dass sie die anfangs geringen negativen Effekte bei weitem überstrahlen. Das Giralgeld passt also perfekt auf einen langen Zeitraum nach einer großen Krise, und führt so zu einem natürlichen Wirtschaftswunder. Wenn man aber nicht von Anfang an einen Arzt einsetzt, der diese Entwicklung kritisch überwacht, dann wird es nie dazu kommen, dass man einen Arzt einsetzt, da es keinen Anlass gibt etwas zu verändern. Erst eine massive Krise führt dazu, dass man das System überdenkt. Dann allerding ist es zu spät. Mit dem Einsatz eines fachlich kompetenten, mit praktischer Erfahrung begnadeten Arztes kann man jedoch aus einem gefährlichen Gift eine sehr wirksame Medizin, oder sogar einen Motor schaffen.

Die Halbwertszeit der menschlichen Erfahrung


Wenn man ein wenig in den Geschichtsbüchern über das Geldsystem recherchiert, stellt man fest, dass sich die natürliche Halbwertszeit eines unregulierten Geldsystems in etwa im Zeitraum eines Menschenlebens befindet. Menschen, die also schon praktische Erfahrungen mit den negativen Folgen der natürlichen Gier gemacht haben, treten hier oft als Mahner auf. Allerdings schwindet die Beachtung eben jener Erfahrung, als auch die Angst vor solchen historischen Fehlentwicklung mit der Zeit. So ist es nicht verwunderlich, dass die erhebliche Regulierung des Geldsystems nach einer Krise mit der Zeit nahezu vollständig abgebaut wird, da man bewusst oder unbewusst den Grund einer solchen Regulierung vergisst, denn der (kurzfristige) Erfolg heiligt alle Mittel. Hier teile ich den Gedankengang von Hayek bezüglich der Dogmatik in Religionen [5]: Das Problem der Halbwertszeit von praktischen Erfahrungen hat die Menschheit bisher ganz gut gelöst: Mit einem dogmatischen Ansatz über ein Glaubenssystem kann man einfache Regeln aufstellen, die die Stabilität auch über ein Menschenleben hinaus garantiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass alle Weltrelgionen das nehmen des Zinses, zumindest innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft, dogmatisch verbieten. [6]

Die Zentralbank - ein unabhängiger Geldarzt?


Die Herausforderung besteht also darin, ein System zu schaffen, das die Funktion des Geldarztes erfüllt: Die Idee der unabhängigen Zentralbank ist entstanden. Anfangs war diese noch in staatlicher Hand. Da sich diese Form der Zentralbank als problematisch erwiesen hat (Hyperinflation), hat man die Zentralbank in private Hand (z.B. FED), und im Falle der der EZB in eine eigene Institution abgegeben. Mit diesem Schritt hat man sicher die fachliche Kompetenz des Arztes erhöht, aber die Unabhängigkeit ist nur scheinbar gegeben. Da die FED in privater Hand ist, verfolgt diese auch private Interessen, die auf natürlicher Weise von unbegrenzter Gier getrieben wird. Der FED-Arzt behandelt sich also selbst. Dies kann er sicher besser, als der durchschnittliche Konsument, bzw. die Politik, er ist aber dennoch selbst als Arzt der Verführung unterworfen sich entgegen seiner Erfahrung gegen eine zerstörerische Dosis zu entscheiden. Desweiteren ermöglicht es die Verzahnung vom Geldsystem und staatlicher Politik, die Demokratie derart zu erpressen, dass die negativen Effekte durch Behandlungsmethoden ("Rettungsschirm") von dem kleinen Teil der Finanzwirtschaft auf die gesamte Bevölkerung umgeschichtet wird, und die Party geht vorerst alternativlos weiter.

Overbanking - Drogenmissbrauch


Die Unabhängigkeit dieses Arztsystems wird jedoch aber auch zusätzlich durch die menschliche Natur torpediert: Je größer ein Währungsraum ist, desto mehr Macht wird bei einer Zentralbank angehäuft. Je größer ein Machtzentrum ist, umso anfälliger wird es gegenüber Korruption und Vetternwirtschaft. Die Tatsache, dass der Chef der EZB ein ehemaliger Mitarbeiter in Führungsposition der Großbank Goldman Sachs ist, sollte einen doch zu denken geben, ob die unbedingt notwendige Unabhängigkeit der Zentralbank eines großen Währungsraums gegeben ist. Schließlich sind es ja die Banken, die bei einem Wirtschaftswachstum zurecht große Gewinne machen, denn ohne ihre Arbeit würde das nicht funktionieren. Wenn die Banken aber nicht mehr in dem Umfang gebraucht werden, dann müssten sie eigentlich pleite gehen. Durch die Verzahnung der Zentralbank mit der Privatwirtschaft jedoch wird ein Wirtschaftswachstum künstlich aufgezwungen, obwohl es weder notwendig, noch möglich ist. Es entsteht ein fatales Overbankingsystem, das sich künstlich über das Giralgeld und die nicht mehr unabhängige Zentralbank künstlich am leben erhält. Das natürliche Gleichgewicht wird durch menschliche Planwirtschaft zerstört. [7]

Auf der Suche nach dem Geldarzt


Das Zentralbanksystem kann hiermit sowohl theoretisch, als auch praktisch als gescheitert betrachtet werden. Man muss sich also auf die Suche nach einem System machen, das die Funktion des Geldarztes erfüllt. Dies gestaltet sich äußerst schwierig, und ist eine kontinuierliche Gratwanderung. Die einfachste Lösung ist die Wiedereinführung eines echten, täglich überwachten Goldstandards, der jegliche Geldschöpfung unterbindet. Dieser Arzt ist einfach installiert, da er kein regelmäßiges dynamisches Eingreifen in die Wirtschaft erfordert. Dies erreicht man z.B. mit einem in der Verfassung fest verankerten unveränderlichen Gesetzes. Allerdings verliert man mit dieser Lösung jegliche positiven Effekte für die Realwirtschaft. Diese dogmatische Variante ist also aus ökonomischen Gründen nicht zu empfehlen, dient aber als eine gute Ausgangslage weiterer Überlegungen.
Mit der Idee des Vollgeldes geht man einen kleinen Schritt vorwärts: Man gibt die Schöpfung des Geldes ausschließlich in die Hand einer unabhängigen Zentralbank. Dies entspricht dem dynamischen Arzt, der aktiv in den Wirtschaftskreislauf mit der Wahl der Dosis der Gelddroge/Geldmedizin eingreift. Die parallele Schöpfung von Geld über das Giralgeld der privaten Geschäftsbanken wird somit gesetzlich unterbunden. Damit hat man zwar schon viel an Stabilität gewonnen, aber die Anfälligkeit der Zentralbank gegenüber Gier und Korruption bleibt erhalten, und löst daher das Problem im Kern nicht.
Mit der Forderung einer Monetative geht man in diese Richtung: Man fordert mit der Monetative die Einrichtung einer vierten Säule in der Gewaltenteilung der Demokratie neben der Exekutive, Jurikative und Legislative. Das Problem der Unabhängigkeit bleibt aber auch hier das Kernproblem.
Man sollte vielleicht überlegen, ob es nicht gesünder wäre, wenn man sich mit der Droge Alkohol zufrieden gibt (=Zentralbankgeld), und den Konsum von Ecstasy (=Giralgeld) unterlässt.

Dezentralität & Konkurrenz - Wachstum & Stabilität


Die Suche nach dem Geldarzt erweist sich also als eine große Herausforderung. Vermutlich ist das Problem, analog zur Frage der Regierungsform, nicht perfekt lösbar. Es ist also immer eine Gratwanderung. Einerseits braucht man einen freien Markt im Geldsystem, da sich die Planwirtschaft als äußerst destruktiv erwiesen hat, aber andererseits braucht man auch eine Planwirtschaft, da eine fachliche Überwachung und Dosierung der Droge Geld notwendig ist, damit das Geld von der Medizin nicht zum Gift wird. Man befindet sich also genau auf dem Grat zwischen Kapitalismus und Kommunismus. Der Mensch jedoch besitzt eine gesunde Natur der Gier, die in einer freien Welt der Konkurrenz zu einer positiven Entwicklung führt. Werden die Strukturen jedoch so groß, dass sie planwirtschaftlich zum Zweck der Gier missbraucht werden können, wird der positive Antrieb der Gier analog zum Geld zum Gift für alle.
Man sollte sich also wieder zurückbesinnen auf Strukturen gesunder Größe, die auf freundschaftlicher Basis in Konkurrenz stehen. Mit einer Dezentralisierung der Zentralbanken auf kleinere Währungsgebiete, die untereinander in Konkurrenz stehen, schafft man einen Art natürlichen freien Markt. Durch die kleine Größe der Teilsysteme ist die maximale Größe der Blasen, die sich durch Fehlentwicklungen bilden können, begrenzt. Sie werden aber auftreten, da das Problem der Unabhängigkeit des Geldarztes vermutlich nicht lösbar ist. Es ist also ein System zu erschaffen, das aus Teilsystemen besteht, die gerade so groß sind, dass das Scheitern eines oder mehrerer Teilsysteme die Stabilität des Gesamtsystems nicht gefährdet. Die Europäische Währungsunion, sowie das unregulierte-regulierte [8] Bankensystem erfüllt diese Anforderung offensichtlich nicht.

Die Geldaufklärung


Wenn man seine Eltern frägt, wo denn die Babies herkommen, kann man sich sicher sein, dass man einen kompetenten Ansprechpartner hat. Wenn man sie allerdings frägt, wo denn das Geld her kommt, oder wem der Staat denn eigentlich so viel schuldet, dann sieht man nur ratlose Gesichter. Dabei gehört das Geld zu den elementarsten Dingen des alltäglichen Lebens. Wie aber kann eine Demokratie funktionieren, wenn die Wähler nicht in der Lage sind, das ureigenste Grundprinzip einer staatlichen Gemeinschaft zu verstehen? Wie soll man beurteilen, ob die gewählten Entscheider im Sinne der Wähler handeln? Ich betrachte die Aufklärung über unser Geldsystem als einen langwierigen, aber dringend notwendigen Prozess. Andernfalls bleibt die Demokratie ein gescheitertes Experiment, das zur modernen Art der Unterdrückung der Menschen geführt hat.
Dieser Artikel dient also vor allem der Aufklärung über geldpolitische Zusammenhänge, und deren nicht offensichtlichen ungelösten Probleme. Ich deute zwar Lösungskonzepte an, gehe aber nicht näher auf sie ein. Ich werde nach und nach sehr konkrete Systemarchitekturen vorstellen, die einerseits die positiven Effekte der Drogen hervorheben, aber die Nachteile unterdrücken.
Es ist zwar richtig, dass unser Strom aus der Steckdose kommt, aber die meisten haben mittlerweile begriffen, dass wir für die bequemen Vorteile des elektrischen Stroms unsere Umwelt ausbeuten müssen. Genauso hoffe ich, dass die Menschen begreifen, dass unser Geld eben nicht (nur) aus dem Bankautomaten kommt, sondern dass es ein planwirtschaftlich, privat abhängiges künstliches Produkt ist, dem weniger Realgüter entgegen stehen, als man sich scheinbar kaufen kann. Es ist ein Produkt, mit dem man die Allgemeinheit maximal bescheissen kann, und dies auch von wenigen Menschen ausgenutzt wird. Den Fehler sollte man aber eben nicht in diesen Menschen suchen, sondern in dem System, das dieses Verhalten unweigerlich hervorruft, und begünstigt. [9][10] 


[1] Der Anteil zwischen echtem Zentralbankgeld, und legalem unechtem Geld ist 1:11. Die privaten Banken schöpfen also 11 mal mehr Geld, als in der Realität existiert. http://de.wikipedia.org/wiki/Giralgeldsch%C3%B6pfung#Giralgeldsch.C3.B6pfungsfaktor

[2] Prof. Bernd Senf erklärt ausführlich, wieso der Zins unvermeidlich zum Zusammenbruch führt, da er wie ein Krebs wächst. Der Interviewpartner scheint dem zwar nicht zu widersprechen, aber verteidigt das offensichtlich kranke System mit Argumenten eines einfachen konkreten Wirtschaftskreislaufes. Weder Prof. Bernd Senf, noch der Interviewpartner ist in der Lage diesen Konflikt zu lösen. http://www.youtube.com/watch?v=T9Fk86oLY24

[3] Ranga Yogeshwar erklärt den Finanzcrash http://www.youtube.com/watch?v=8oYNvb1tVmk

[4] Ranga Yogeshwar erklärt das Geldsystem http://www.youtube.com/watch?v=ytRBMO9gJjY

[5] Wikipedia über Hayek zu Dogmatik, Religion und Evolution http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek

[6] Harald Lesch zeigt anhand von Spekulationsblasen, dass der Mensch scheinbar unbelehrbar ist, wenn der begangene Fehler etwas weiter in der Vergangenheit liegt http://www.youtube.com/watch?v=f0ZoCgKJE0A

[7] Wilhelm Hankel im Gespräch über Overbanking http://www.youtube.com/watch?v=JJOzITLmsAU

[8] Es erscheint paradox, aber unser Geldsystem ist einerseits frei un unreguliert, aber dennoch stark reguliert. Die Auflösung ist einfach: Während der Markt im Kleinen unreguliert ist, so ist er im Großen über das planwirtschaftliche Geldsystem maximal reguliert. Was man dagegen braucht ist eine Regulierung im Grat der Mitte.

[9] Harald Lesch über das perfekte Verbrechen http://www.youtube.com/watch?v=Ejlc73CvvRg

[10] Andreas Popp über die Ursachen: Man sollte die Profitöre nicht als die Schuldigen betrachten, sondern das System als den Fehler begreifen. Andernfalls versucht man die Krankheit an der falschen Stelle zu heilen http://www.youtube.com/watch?v=1rvPPxnITzU
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