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07.08.2018

Ein Hetzer. Verbrennt Ihn!

Deutschland hat sich zu einer moralischen Instanz der westlichen Welt entwickelt. Die letzte Bastion der Wahrhaftigkeit in einer Welt der Trumps, Orbans und Putins. Wenn die AfD auf einer Veranstaltung teilnimmt, dann gehört es heute zum guten Ton sich auf allen denkbaren Ebenen davon zu distanzieren. Die Saat des Bösen umfasst dabei natürlich nicht nur die Mitglieder der AfD, sondern auch den Veranstalter selbst, sowie den Besitzer des Gasthauses. Wenn die Veranstaltung nicht verhindert werden kann, dann ruft man natürlich die Antifa auf den Plan um die Veranstaltung zu stören, oder gar mit Gewalt zu verhindern, in dem man den Wirt des Gasthauses mit Vandalismus in den Ruin treibt. Da ist es nur folgerichtig, dass man auf der großen #ausgehetzt Demo in München Söder beim Baden die Begegnung mit einem Hai wünscht.

Neuland sind diese Methoden für die Deutschen wahrlich nicht - so hat man doch noch mit "Kauft nicht beim Juden" und der "Schutzstaffel" aus dem vergangenen Jahrhundert mit Verfolgung ausreichend Expertise. Dass man das alles aber auch noch unter dem Banner der Toleranz und dem Hashtag #ausgehetzt verkaufen kann, lässt jeden Satiriker vor Neid erblassen.

Was ist denn eigentlich aus der berühmten "Freiheit der Andersdenkenden" von Rosa Luxemburg geworden? Dass der neue Faschismus unter dem Banner des Antifaschismus aufläuft, ist da genauso folgerichtig, wie die Brandmarkung als Rassist, wenn man diesen Anti-Hass-Hass als nicht tolerierbar kritisiert. Die scharfe Kritik am politischen Feind in Form der AfD oder des Brexist mögen berechtigt sein - die Verweigerung des Dialogs ist es jedoch nicht. Besonders dann nicht, wenn selbst der Initiator des Dialogs, welcher selbst links-grüne Politik macht, mit unfairen Mitteln bekämpft wird. Die Botschaft von Jesus ist eine andere.
Gehet hin, in Frieden.
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